Montag, 2. Juli 2012

Die Kajaks

Natürlich müssen auch die Hauptakteure vorgestellt werden !
Zwei Kajaks, ein rotes Barracuda von Prijon und ein sonnengelbes EcoBezig.
























Technische Daten von meinem Barracuda :
Länge 518 cm | Breite 55 cm | Gewicht ca. 28 kg | Süllrand 81 x 45 cm | Volumen ca. 345 l | Zuladung ca. 135 kg | Stauraum vorne 47 Liter, hinten 100 Liter

Daten von Marcus EcoBezig :
Länge 540 cm | Breite 59 cm | Gewicht ca. 27 kg | Stauraum 205 Liter

Mit den Zweien waren wir schon in Kroatien und in Schweden, außerdem unzählige Male auf Bayerischen und Östereichischen Seen !
Und natürlich beim Tourenfahren auf Donau und Altmühl.

Das EcoBezig hat in erster Linie unglaublich viel Stauraum, am meisten liebe ich das "alles schluckt Fach" gleich hinter dem Fahrer. Da komme ich auch viel besser hin als Marcus selbst. Sehr praktisch, wenn ich Müsliriegel, Kekse, Shorts oder ähnliches suche, alles ist gleich zur Hand. Die Ladeluken sind angenehm groß und es ist auch außen noch viel Platz, um Bootswagen und Ersatzpaddel festzubinden.
Marcus liebt es, weil es schnell, bequem und spurtreu ist.
Leider hat es am Anfang in die hintere Ladeluke richtig viel Wasser gezogen und es hat einige Zeit gedauert, bis wir festgestellt haben, woran es lag. Das Wasser kam über die Bohrung für das Steuer hinein. Einmal entdeckt und zugeklebt, hat es keine Probleme mehr gemacht.
Übrigens sollte das Boot immer mit dem eingeklemmten Keil transportiert werden, ansonsten leidet es schon sehr.

Mein Barracuda ist schmäler und viel schneller. Weil ich aber weniger Kraft habe, kommt es einigermaßen auf das gleiche heraus. 
Es ist auch sehr spurtreu und läßt sich sehr schön durch aufkanten steuern. Es hat nicht so viel Stauraum wie der EcoBezig, aber auch hier paßt genug hinein. Allerdings muß klug gepackt werden, weil die Ladeluken schmäler sind. Und auch das ganze Boot selbst ist schmäler. Vorne passen also außer den zusammengewickelten Luftmatratzen auch prima die Bierflaschen hinein. Hinter mir ist auch ein kleines Fach, aber es ist unmöglich, es während der Fahrt zu öffnen. Es ist leider nicht so praktisch, wie Marcus "alles schluckt Fach".

















Und hier noch ein Bild vom  EcoBezig, auf dem anderen Bild sieht man ja fast nix !


Sonntag, 1. Juli 2012

Das Zelt

Ja, Zelt...das ist so eine Sache. Letztes Jahr beim Altmühlfahren haben wir festgestellt, daß unser wunderbares Tunnelzelt undicht geworden ist und haben eine sehr ungemütliche Nacht darin gehabt. Ich hatte Marcus noch gesagt, nein, faß nicht an das Innenzelt.........er hat es doch getan, vorsichtig zwar, aber danach kam ein unendlicher Strom von aneinanderhängenden Tropfen auf meinen Schlafack zu, feinste Daune, reiner Sommerschlafsack. Ganz toll gemacht, Marcus !
Die Nacht über kamen diese Tropfenbänder zwar auch ohne anfassen auch auf seiner Seite runter, aber das machte es nicht wirklich besser. Unser Zelt ist wirklich und wahrhaftig tot.

Einen Ersatz zu finden war eigentlich das Schlimmste, schon im Herbst sind wir einige Male nach München gefahren und haben dort in den Geschäften Zelte aufbauen lassen. Ziemlich schnell fanden wir eines, daß eigentlich alle Wünsche erfüllte, aber es war zum heulen teuer !!

Deshalb haben wir uns tapfer durch viele andere Zelte gekämpft, die es so gab und haben sie genauer unter die Lupe genommen, aber keines war so wie das "Eine". Das "Eine" war zwar immer noch teuer, aber gefühlsmäßig relativiert sich das im Laufe der Zeit.

Und irgendwann im Februar haben wir dann vom Zelt-Testival der Firma Globetrotter am Pilsensee gehört.
Über 100 verschiedene Zelte, aufgebaut zum anschauen ! Da wollten wir hin, obwohl es noch so weit hin war !
Am Samstag waren wir schon sehr früh auf der globeboot und erspähten noch schneller unser "Eines".
Fünf Minuten nach der Eröffnung haben wir es reseviert und angezahlt. Geldbeutelfreundliche 30 % Rabatt gab es dort !
Ist es nicht wunderschön, unser "Eines" ? Ein Hilleberg  Keron 3 GT in sand, es hat zwei Ausgänge, zwei Apsiden für extra viel Gepäck, und wiegt bei so viel Platz 4700g. 

Die Tour

Wir wollen paddeln gehen, 4 Wochen lang und dabei einmal quer durch Deutschland reisen mit der Wegbeschreibung links, rechts, links, rechts.
Verfahren können wir uns schonmal so schnell nicht, find ich gut !

Angefangen hat es letztes Jahr mit blödeln, aber nachdem wir dann so vielen Menschen davon erzählt haben,  ist es mittlerweile eine Frage der Ehre geworden und müssen wir das jetzt irgendwie durchziehen. 
Los geht es also in Freising, die Isar runter bei hoffentlich "flotter" Strömung.
Wir passieren Moosburg, Landshut, Landau und Plattling.
In Deggendorf biegen wir dann in die Donau ab, aber nicht rechts flußabwärts, sondern links, flußaufwärts.
Ungefähr 120 km müssen wir nun gegen die Strömung paddeln, fahren durch den Naturpark Bayerischen Wald, durch Bogen und Straubing, leider werden wir zum Bluetone Festival schon vorbei sein.
Dann geht es weiter nach Regensburg und Kelheim. In Kelheim müssen wir rechts abbiegen in den Rhein-Main-Donau Kanal. 
Wir paddeln durch den Naturpark Altmühltal, an Riedenburg und Dietfurt vorbei, durch Beilngries, Hilpoltstein, Nürnberg, Erlangen und Bamberg.

Hinter Bamberg biegen wir links in den Main und paddeln zwischen Naturpark Haßberge und Naturpark Steigerwald und passieren die Orte Haßfurt, Schweinfurt, Kitzingen und Würzburg.
Bei Gemünden beginnt der Naturpark Bayerischer Spessart und geht über Lohr, Marktheidenfeld, Wertheim, Collenberg, Miltenberg und Aschaffenburg.
Hier wird die Besiedlung auch dichter, Seligenstadt, Hanau, Mühlheim, Offenbach, Frankfurt. 
Dann kommt Mainz und die letzte Abbiegung liegt vor uns, rechts in den Rhein.
Am Rhein liegt Wiesbaden, Rüdesheim, Bingen. Hier fängt der Naturpark Rhein-Taunus an und wir sehen Oberwesel und kurz danach die Loreley.
Wir wollen es noch bis Boppard,  Koblenz und Bad Hönningen schaffen. Bonn möchten wir sehen und Köln ! Bis Köln wollen wir auf jeden Fall paddeln !

Aus dieser Idee ist jetzt ein Vorhaben geworden, daß irgendwie mehr Vorbereitung kostet, als wir uns das so vorgestellt haben.
Und wir freuen uns mit jedem Teilchen, daß unseren Flur noch mehr zustellt und zurümpelt, wie die Bekloppten !
Bin gespannt, wie weit der Haufen in der nächsten Woche so wächst........

Übrigens ist es heiß draußen, letzte Woche Mittwoch war Siebenschläfer und es war warm.
Sehr gut, wenn man 4 Wochen Urlaub in Deutschland machen möchte, dann ist es schon praktisch, wenn es in der Zeit warm ist. Oder heiß. Ist eigentlich egal, bloß nicht kalt und regnerisch.
Damit wäre eine gaaaanz wichtige Hürde genommen. Und wir freuen uns mehr und mehr......